Digitale Röntgenentwicklung - ein unumgängliches Thema in der Klein- und Großtierpraxis
Die digitale Röntgenentwicklung prägt im Rahmen der bildgebenden Verfahren einer Tierärztlichen Praxis oder Klinik maßgeblich die Qualität der Röntgenbilder und den damit verbundenen, optimalen Möglichkeiten zur Befundung, Diagnose und Workflow. Grundsätzlich wird unterschieden zwischen zwei Systemtechnologien: Speicherfoliensysteme (CR) und Direktradiographie bzw. Flachdetektorsysteme (DR).Produktübersicht zu digitalen Röntgensystemen
Bei den CR - Systemen wird die Speicherfolie mit den Röntgenstrahlen belichtet und dabei Elektronen aus ihrem Grundzustand in einen angeregten Zustand versetzt und gespeichert. Mittels Lasertechnik wird diese Information nach elektronischer Wandlung in ein digitales Röntgenbild gewandelt. Die Entwicklungszeit eines Digitalen Bildes beträgt bei modernen Systemen ca.30 Sekunden.
DR-Systeme bestehen basierend auf amorphem Silizium oder amorphem Selen aus Pixeln, die die Röntgenstrahlen direkt in elektronische Ladung umwandeln. Die so umgewandelte Strahlendosis entspricht einem Grauwert; die Höhe dieses Grauwertes bestimmt wiederum die Bildqualität. Hierbei wird das Bild via Kabel oder Wireless Lan direkt an den Betrachtungsmonitor geschickt.
Beide Systemtechnologien haben gegenüber der konventionellen Röntgenentwicklung folgende, wesentliche Vorteile und sind sowohl mobil als auch stationär einsetzbar: es entfällt der Einsatz von Chemie und die damit verbundenen Altchemieentsorgung. Die Bildqualität und die damit verbundenen Möglichkeiten zur Bearbeitung wie z.B. Zoom, Kontrastierung, Negativkonvertierung und notwendige Messfunktionen wie Strecken, Winkel und Abstandsmessung bedeuten eine bestmögliche Steigerung in der diagnostischen Auswertung. In Anbindung an bestehende Praxisverwaltungssysteme bietet Digitale Röntgenentwicklung in der Archivierung und Nachbefundung optimale Arbeitsabläufe und garantiert somit der digitalisierten Praxis eine maximale Effizienzsteigerung.
Die Röntgentechnik wie Lagerung oder Fixation, Abstand zum Objekt und Dosis des Röntgengenerators ändert sich im Vergleich zur konventionellen Röntgenentwicklung nicht, jedoch bedeutet eine ausgereifte und auf die Tiermedizin zugeschnittene Befundungssoftware eine Reduktion der Strahlenbelastung. Dies resultiert aus einer spezifischen Bildoptimierung und Bildfilterung, die sowohl die Darstellung von Weichteilbereichen als auch die Visualisierung der Knochenstruktur optimal ermöglicht.
Aufgrund der unterschiedlichen Technologien und Vielfalt der einschlägigen Hersteller wie z.B. Kodak, AGFA und Konica Minolta besteht für Interessenten in jedem Fall professioneller Beratungsbedarf, um ein digitales Gesamtsystem sinnvoll zu konfigurieren.

